Die Künstler

Die berühmten Affenskulpturen und die Kunstaktien von Prof. Jörg Immendorff , drei Videokronleuchter von Nam Junge Paik aus New York, XXL-Fotografien von Thomas Struth und Axel Hütte sowie maßgeschneiderte Arbeiten von Claus Föttinger.


JÖRG IMMENDORFF

geb. 1945 bei Lüneburg
gestorben 2007 in Düsseldorf

Von 1963 bis 1964 studierte Immendorff zunächst drei Semester Bühnenbild bei Teo Otto an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, bevor er 1964 in die Klasse von Joseph Beuys aufgenommen wurde. Ab Ende der sechziger Jahre wurde er bekannt mit politisch engagierten Bildern. Sein Bild „Café Deutschland“ (1977) bildet den Beginn der Thematisierung der deutsch-deutschen Teilung mit ihren Auswirkungen auf Kunst und Gesellschaft. Die Motivation zur Auseinandersetzung mit diesen Sujets stellt die Begegnung mit dem seinerzeit noch in der DDR lebenden Künstler A.R. Penck im Jahre 1976 dar. Ein expressiv aufgeladener Ausdruck ebenso wie eine tiefgreifende Symbolik bestimmen seither seine Bildsprache. In oftmals bühnenbildhaften, didaktischen Lehrstücken entwickelte Immendorff metaphorische Zeichen. Zudem entwarf Immendorff für die Oper Elektra von Richard Strauss am Bremer Stadttheater ebenso wie für The Rake’s Progress von Igor Strawinsky, aufgeführt im Rahmen der Salzburger Festspiele 1994, Kostüme und Bühnenbild. Darüber hinaus setzte sich Immendorff immer wieder auch ironisch mit dem eigenen künstlerischen Dasein und seiner Rolle in Kunstmarkt und Akademienlandschaft auseinander. Als Dozent war Jörg Immendorff an den verschiedensten Orten - seit 1996 als Professor in Düsseldorf - tätig. Er wurde mit mehreren Preisen, so auch mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Sein Werk wird in unzähligen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert.


THOMAS STRUTH

geb. 1954 in Geldern
lebt und arbeitet in Düsseldorf

Das Thema des Fotografen Thomas Struth ist der Alltag, der öffentliche Raum, den er gerade deswegen meistert, weil er ihn so subtil inszeniert, dass keine Information verloren geht. Die von die von ihm abgebildeten Orte bleiben stets anonym, seine Bilder lassen sich in einem urbanen Kontext einordnen, im Bewusstsein des Betrachtern prägen sie sich jedoch nicht ein. Stets signifikant ist dagegen sein Stil: Die nahezu menschenleeren, zumeist in Schwarzweiß und aus einer zentralen Perspektive fotografierten Orte bieten eine Unmenge von Details, aber kaum ein dominierendes Moment. Der Betrachter wird in eine gewisse Unruhe ersetzt, er versucht, dem Ort ein Bedeutung zu geben. Jede Stadt, jeder Winkel besitzt für Struth viele Geheimnisse, die er in seinen Fotografien dokumentiert. Auch die Menschen ziehen keine Aufmerksamkeit auf sich, sie verlieren sich inmitten einer Menge von Werbebotschaften. Thomas Struth zeigt schließlich all das, was wir normalerweise nicht bemerkenswert finden.

Biografische Angaben:
Thomas Struth studierte von 1973 bis 1980 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Peter Kleemann, Gerhard Richter und Bernd Becher. 1978 erhielt er ein Stipendium für einen Arbeitsaufenthalt in New York. Von 1993 bis 1996 hatte er eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Sein Werk wurde in mehreren Einzelausstellungen, u.a. 1993 in der Kunsthalle Hamburg, 1997 im Sprengel Museum in Hannover und im Jahr 2000 im National Museum in Tokio sowie in zahlreichen Gruppenausstellungen, u.a. 1992 auf der documenta IX, gezeigt.


CLAUS FÖTTINGER

geb. 1960 Nürnberg. Lebt in Düsseldorf und Arnheim
Objekte, Installationen

1990 - 92 Mitarbeit im Kunstverein Friesenwall 116, Köln
1991 Gründungsmitglied Kunstverein WP8, Düsseldorf
1993 Kunsthalle Malmö
1997 Kunsthalle Nürnberg
2000 Hamburger Kunsthalle, Hamburg: "ein|räumen - Arbeiten im Museum“; Parkhaus im Malkastenpark, Düsseldorf; Champion Gelderland Lounge, Arnheim
2001 Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf: "Zero Gravity"; ifa-Institut für Auslandsbeziehungen: "Come-in"
2006 Claus Föttinger Kunsthalle Bremerhaven


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